Rezepte
In meiner Rubrik "Rezepte" dreht sich alles um die Verwendung von Zutaten aus der Natur, insbesondere frischer Wild-, Würz- und Heilkräuter sowie Wildobst.
Diese essbaren Pflanzen verleihen den Gerichten nicht nur einen einzigartigen Geschmack, sondern enthalten auch eine hohe Konzentration an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Daher kann der Verzehr von Wildkräutern und Wildobst dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken, Entzündungen zu reduzieren, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen sowie die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Durch die regelmäßige Verwendung von frischen Wild-, Würz- und Heilkräutern in unseren Gerichten können wir also nicht nur den Geschmack unserer Speisen bereichern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit und Vitalität leisten.
Entdecke hier köstliche Rezepte aus meiner Küche, die die Frische der Natur auf den Teller bringen und deine Gesundheit unterstützen.
„Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke.“ (Sebastian Kneipp)
Wilder Schlehensirup
Schlehen gelten seit jeher als natürliche Begleiter in der kalten Jahreszeit. Schon meine Oma wusste, dass Schlehensirup weit mehr als nur süß ist. Er ist u. a. reich an natürlichen Gerbstoffen und wertvollen Vitaminen und daher eine ideale Unterstützung und Stärkung in der Erkältungszeit.
Dieser hausgemachte Schlehensirup wird schonend gekocht und bewahrt das, was die Frucht so besonders macht. Meiner Meinung nach ist Schlehensirup die beste Möglichkeit, vom lokalen Superfood zu profitieren und durch die tägliche Einnahme sein Immunsystem langfristig zu stärken.
Zutaten:
- 2 kg Schlehen - nach den ersten Frostnächten
- 1 kg Bio Rohrzucker
- 1 TL Zimt, gemahlen
- 2 Vanilleschoten
- 1 TL Nelkenwurz Wurzel, gemahlen
- 2 l Wasser
Zubereitung:
1. die küchenfertigen Schlehen in einen Topf geben
2. 1 Vanilleschote aufschneiden, Mark herauskratzen und zu den Schlehen geben
3. Wasser in einem Topf zum kochen bringen und anschließend über die Schlehen gießen
4. den Topf abgedeckt 24 Stunden stehen lassen
5. dann das Wasser abseihen, aufkochen und wieder über die Schlehen gießen
6. weitere 24 h abgedeckt stehen lassen
7. diese Prozedur noch zweimal wiederholen
8. den Saft wieder abseihen, den Zucker und die Gewürze dazugeben und gut verrühren
9. kräftig aufkochen und ca. 5 min köcheln lassen
10. heiß in sterile Flaschen füllen und sofort verschließen
11. kühl und dunkel lagern
Hinweis:
Der Schlehensirup schmeckt sehr gut zu Eis, Grieß, Milchreis, Desserts, Mineralwasser oder Sekt.
Im Winter ist er eine wohltuende und immunstärkende Köstlichkeit zu heißem Tee oder Wasser.
Wilde Erdschatz - Schnitten
In diesem Kuchen, von dreierlei Erdschätzen, entdeckst du eine verführerische Fusion von Roter Beete, Nelkenwurz- und Löwenzahnwurzeln.
Dieses erdige Aroma katapultiert die Schnitten in andere Geschmacksphären und ist damit nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern gleichzeitig auch eine Wohltat für deine Gesundheit.
Zutaten für ca. 16 Schnitten:
- 1frische Rote Beete (mittlere Größe)
- 1 EL gemahlene Nelkenwurz-Wurzeln
- 1 EL gemahlene Löwenzahnwurzeln
- 100 g gemahlene Haselnusskerne
- 2-3 EL Backkakaopulver
- 100 g Butter (Zimmertemperatur)
- 100 g Zucker
- 2 TL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1/2 TL Natron
- Saft einer halben Zitrone oder Apfelessig
- 4 Eier
- 100 g Dinkelmehl
- Öl oder Butter für die Form
- optional Puderzucker
Zubereitung:
1. Rote Beete waschen, schälen und raspeln
2. Backofen auf 180°C vorheizen
3. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät schaumig rühren
4. Eier nach und nach dazugeben und unterrühren
5. Backkakao, Natron, Wurzelpulver, Rote Beete, gemahlene Haselnusskerne, Zitronensaft und Mehl dazugeben und unterrühren
6. den Teig in eine gut gefettete Form geben und im Backofen bei Ober-/ Unterhitze, auf der mittleren Schiene, 40-45 Minuten backen
7. nach dem Abkühlen optional mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden
Hinweis:
Die Schokoschnitten passen ebenso perfekt als Dessert zusammen zu Apfel- oder Birnenmus.
Wer es schokoladiger mag, kann den Kakao auch durch Zartbitterschokolade ersetzen.
Hagebuttenpulver
Mit dem 20-fachen an Vitamin C, A und E übertrifft unsere Hagebutte die Zitrone bei weitem und ist somit eine absolute Powerfrucht, die unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit auf natürliche Weise unterstützen kann.
Außerdem hat sie einen enorm hohen Gehalt an wertvollen Mineralien, Kalzium und Magnesium, was sie zu einem wahren Multitalent macht. Das Beste an ihr - sie wächst direkt vor unserer Haustür, ist somit kostenlos und überall zu finden.
Hagebutten schmecken wunderbar säuerlich-fruchtig und lassen sich vielseitig verwenden.
Zutaten:
- 1kg frische Hagebutten
- ein scharfes Messer
- optional Backofen oder Dörrautomat
- Gitterrost
- Hochleistungsmixer
Zubereitung:
1. Hagebutten waschen, Blüten- und Stielansätze abschneiden
2. Hagebutte nun in zwei Hälften schneiden
3. Hagebutten auf ein mit Back- oder Zeitungspapier ausgelegtes Gitterrost legen und an der Luft, am Kamin oder in der Nähe einer Heizung trocknen
4. optional im Backofen bei höchstens 50°C oder in einem Dörrautomat trocknen
5. wenn die Hagebutten richtig getrocknet sind, kannst du die Hagebutten samt Kerne in einen Mixer geben und kräftig durchmixen (Achtung: Kerne sind sehr hart, daher braucht man Geduld)
6. sollte das Pulver nicht 100% fein werden, dann kannst du es noch durch ein Sieb geben
7. das fertige Pulver in luftdichte Gläser abfüllen, beschriften und dunkel lagern
Hinweis:
Das Hagebuttenpulver ist ca.1 Jahr haltbar. Es lässt sich wunderbar als Topping im Porridge, in Smoothies, Säfte, Backwaren und allerlei süßen sowie herzhaften Gerichten einsetzen.
Allerdings ist zu beachten, dass das Pulver hitzeempfindlich ist, sodass es nicht mitgekocht werden sollte.
Wilder Holunderchutney
Holunderbeeren - die kleinen Kraftpakete für Genuss und Gesundheit, denn sie stecken voller Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Jedoch sind sie im rohen Zustand giftig. In den frischen Beeren befindet sich das Blausäureglykosid Sambunigrin, welches Brechreiz, Durchfall und Übelkeit hervorufen kann. Da das Glykosid aber hitzelabil ist, wird es durch Erhitzen deaktiviert.
Zutaten:
- 250 g Holunderbeeren
- 8 EL Ahornsirup oder Honig
- 3 Rote Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL geriebener Ingwer
- Zitronenschale in feinen Streifen einer Bio-Zitrone
- 8 EL Balsamicoessig
- 1/2 TL Zimt
- etwas Salz und Pfeffer
- 1EL Giersch
- 1EL Thymian
- 1/2 TL Samen vom Wiesenbärenklau (optional)
Zubereitung:
1. Zwiebeln in Ringe schneiden und bei mittlerer Hitze glasig in Öl andünsten
2. Knoblauch fein hacken, kurz mit anbraten
3. Honig oder Ahornsirup dazugeben und mit dünsten
4. Zitronenschalen hinzugeben und alles mit Essig ablöschen
5. Holunderbeeren mit einer Gabel von den Dolden abstreifen und mit in den Topf geben
6. Wiesenbärenklausamen feinmörsern
7. Kräuter und Zimt dazugeben und alles mindestens 15 Minuten köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit reduziert hat
8. zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und in sterile Gläser füllen
Hinweis:
Dieses Chutney passt super zu Vollkornreis, Grünkern, Käse und Fleisch
Wilder Sommersalat
Einmal querbeet durch den Garten geschlendert und schon hast du die passenden Zutaten für einen leckeren Salat zusammen. Ein bunter Sommersalat mit essbaren Blüten wie z. Bsp. das wilde Stiefmütterchen, Löwenmaul, Ringelblume, Rotklee und Kornblume macht nicht nur geschmacklich und optisch viel her, sondern liefert dazu noch viele gesundheitliche Aspekte.
Zutaten für 2 Personen:
- etwas Plücksalat (optional Eisbergsalat)
- je 4 Blätter vom Löwenzahn, Giersch, Spitzwegerich und Melde
- 1 Handvoll Obst nach deinem Geschmack wie Brombeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren
- Gemüse nach Wahl wie Gurke, Tomate, Radischen
- essbare Blüten wie Ringelblume, Kornblume, Rotklee, Löwenmaul, Stiefmütterchen
Für das Dressing:
- 4 EL Öl
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL Senf
- 1 Prise Salz und Pfeffer
- 1 TL Honig
Zubereitung:
1. Obst, Gemüse, Kräuter und Salat waschen, schneiden und auf die Teller anrichten
2. Blüten werden nicht gewaschen, sondern nur sanft ausgeschüttelt
3. zuerst den Honig in Essig auflösen
4. nun Essig und Senf gut verrühren und dann nach und nach das Öl dazugeben
6. anschließend alles mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken
7. zuletzt den Salat mit Blüten oder Blütenblätter dekorieren
Hinweis:
Achte darauf, dass du nur ungespritzte Blüten verwendest (am besten aus dem eigenem Garten/Terrasse/Balkon).
Außerdem gibt es zahlreiche ungenießbare Blüten - d.h. bei Unsicherheiten oder im Zweifel stehen lassen
Wilde Kräuterbutter
Eine Wildkräuterbutter selber zubereiten ist ganz einfach. Denn mit wenigen Zutaten und nur 5 Minuten Zubereitungszeit, zauberst du dir deine superleckere Kräuterbutter. Außerdem ist sie eine kulinarische Abwechslung zum Standardprodukt aus dem Kühlregal und bringt nebenbei auch noch eine extra Portion gesunder Vitalstoffe auf den Teller.
Zutaten:
- 250 g Butter
- 1 Knoblauchzehe (optional)
- 1 Handvoll Wildkräuter (Brennnessel, Gundermann, Spitzwegerich, Giersch, Löwenzahn, Beifuß, Melde, Frauenmantel)
- 1 TL Salz
- 1 Spritzer Zitrone
Zubereitung:
1. die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen
2. die Wildkräuter waschen, trocken und sehr klein und fein schneiden
3. die Butter in eine Schüssel geben, Kräuter, Knoblauch und Salz hinzufügen und alle Zutaten miteinander vermengen
4. die fertige Kräuterbutter in eine Silikon- oder Eiswürfelform füllen und kalt stellen
Hinweis:
Die Wildkräuterbutter schmeckt köstlich als Brotaufstrich, zu gebackenen Kartoffeln oder gegrilltem Gemüse, Fisch oder Fleisch
Wild gekühltes Erfrischungsgetränk
Eisgekühlte Limonaden sind im Sommer sehr beliebt. Leider enthalten handelsübliche Erfrischungsgetränke und Limonaden oft wenig Fruchtsaft, dafür aber umso mehr Zucker und künstliche Aromastoffe.
Die beste und gesündere Alternative sind daher selbstgemachte Limonaden und Erfrischungsgetränke. Sie sind überraschend einfach und du kannst sie ganz nach deinem persönlichen Geschmack mit Früchten und Kräutern verfeinern.
Zutaten für 2 Liter:
- 5 Walderdbeeren (optional Erdbeeren)
- 1/2 Apfel (kleingeschnitten)
- 2 Stängel Pfefferminze
- 2 Stängel Zitronenmelisse
- 2 Blütenstängel vom Baldrian
- Blütenblätter einer Rose
- optional 1 EL Honig und 1 Zitrone
Zubereitung:
1. Obst waschen und vierteln
2. Die Kräuterstängel leicht brechen und drehen
3. Obst , Kräuterstängel und Blüten in ein hohes Gefäß geben und mit Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist (optional Honig und Zitrone dazugeben)
4. nun darf alles 2-3 h ordentlich ausziehen
5. wenn du magst, kannst du noch Eiswürfel dazugeben und dann dein wildes Erfrischungsgetränk bei heißen Temperaturen genießen
Hinweis:
Die Kräuter bitte nur vormittags oder nachmittags ernten. Niemals in der heißen Mittagssonne.
Wilder
Schnittlauchblüten-Essig
Schnittlauchblüten sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sind dazu auch noch super würzig lecker und voller Nährstoffe. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle.
Somit punktet dieser Schnittlauchblüten-Essig gleich dreifach. Neben seiner außergewöhnlich wunderschönen Optik, bietet er eine Geschmacksexplosion mit seinem süß-scharfen und würzigem Aroma und trägt zu einer gesunden Ernährung bei.
Zutaten für ca. 500ml:
- milder heller Essig (ich bevorzuge Balsamico-Essig)
- 1 Handvoll frische Schnittlauchblüten
- 1 großes Glas
Zubereitung:
1. die voll aufgeblühten Schnittlauchblüten unterhalb ihrer Köpfchen abschneiden, waschen und abtropfen lassen
2. die sauberen Schnittlauchblüten in ein großes Glas füllen und mit dem Essig auffüllen, sodass die Blüten bedeckt sind und anschließend das Glas verschließen
3. 7-10 Tage lang ziehen lassen und täglich schütteln
4. nach der Ziehzeit den Essig durch ein feines Sieb oder Tuch abfiltern
5. in saubere, abgekochte Flaschen füllen und am besten kühl und dunkel lagern
Hinweis:
Je frischer die Blüten, umso intensiver ist der Geschmack.
Der Essig eignet sich hervorragend für Salate, Marinaden, Dressings und sogar zum aromatisieren von Erfrischungsgetränken.
Bärlauch-Ofenkäse
Ofenkäse kennt doch jeder, aber wie wäre es denn mal mit einer eigenen würzigen Füllung, mit "natürlichen" Inhaltsstoffen.
Zutaten für einen Camembert:
- 5 Bärlauchblätter
- 1 Knoblauchzehe (optional)
- 3 Lauchzwiebeln (optional Schnittlauch)
- 1 Pürierstab oder Multimixer
Zubereitung:
1. zuerst schneidest du den "Deckel" vom Camembert vorsichtig, in einem Stück ab und legst ihn vorerst beiseite
2. anschließend holst du vorsichtig, mit einem Löffel, die Camembertfüllung heraus, sodass letztendlich nur noch der Rand und der Boden, in einem Stück, erhalten bleiben
3. gemeinsam mit den gewaschenen und kleingeschnittenen Kräutern, gibst du die Füllung in einen Behälter und pürierst es solange durch, bis eine sämige und quietschgrüne Paste entsteht
4. die Füllung gibst du wieder in den leeren Camembert zurück, streichst alles schön glatt, legst den "Camembertdeckel" wieder drauf und schiebst ihn, zum durchbacken, in den Ofen
5. die Backzeit beträgt ca. 20 min bei 200°C Ober- und Unterhitze, nach ca. 10 min kann der Deckel eingeschnitten und umgeklappt werden
Hinweis:
Vorteilhaft wäre es, den Camembert gleich in eine kleine passende Auflaufform zu legen, damit er euch nicht "wegläuft". Die hatte ich diesmal nicht zur Hand und habe stattdessen unsere beiden Camemberts zusammen in eine etwas größere Auflaufform gelegt. Allerdings lassen sie sich dann etwas schwierig herausnehmen.
Der Geschmack ist unglaublich und viel intensiver als die herkömmlichen Ofenkäse.
Auf meiner Instagram Seite könnt ihr noch sehen, mit welchen Zutaten ich den
Bärlauch - Ofenkäse angerichtet habe.
Wildes Detox-Water
Die Fastenzeit zwischen Fastnacht und Ostern eignet sich traditionell hervorragend, um die Gesundheit zu stärken, den Körper zu entgiften und somit wieder mehr Vitalität zu erhalten.
Für die schnelle und gesunde Entgiftung ist das Detox-Wasser mit Zitrone, Brennnessel und Gurke einfach ideal. Denn dieses Rezept sorgt für die innere Zufriedenheit und ein wunderbares Wohlbefinden.
Zutaten:
- 1 l Mineralwasser
- 1/2 Bio-Zitrone mit Schale und in Scheiben klein geschnitten
- 1 Handvoll junger Brennnesseltriebe
- 6-7 Scheiben einer Bio-Salatgurke
Zubereitung:
1. alle Zutaten in ein Gefäß geben und mit dem Wasser auffüllen
2. für mehrere Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen
3. anschließend am Morgen, auf nüchternen Magen, lauwarm trinken und weiter über den Tag verteilt genießen
Hinweis:
Salatgurken haben viele Mineralien und Spurenelemente. Deshalb wird der Gurke auch eine entschlackende Wirkung zugesagt.
Zitronen enthalten viel Vitamin C, sie schützen unsere Zellen vor oxidativen Stress, unterstützen unser Immunsystem und spülen die schädlichen Giftstoffe aus dem Körper.
Die Brennnessel stimuliert unsere Niere als Ausscheidungsorgan. Außerdem regt sie unseren Stoffwechsel und fördert die Durchblutung.
Das Wasser ist nicht für Schwangere und bei Niereninsuffizienz geeignet!!!
Wilder Winter - Shrub
Das Wort "Shrub" kommt ursprünglich aus dem Orient und bedeutet soviel wie Sirup. Shrub, einfach ausgedrückt, ist ein Früchte-Sirup auf Essigbasis und besteht aus Essig, Zucker und Früchten. Zu Zeiten ohne Kühlschrank, war es eine Alternative die frischen Früchte und Gemüse zu konservieren.
Shrub ist ein wunderbares Erfrischungsgetränk und wirkt sich durch den enthaltenen Essig, wunderbar positiv auf die Darmflora und somit auch auf den Säure-Basen-Haushalt aus.
Zutaten für ca. 2 l Shrub:
- je 100 g frische und getrocknete Tannennadeln (Kiefer, Fichte, Tanne)
- 2 Bio Orangen (ohne Schale)
- Abrieb einer Bio Orange
- Abrieb einer Bio Zitrone
- 1 Bio Apfel
- 5 Wacholderbeeren
- 1 EL gemahlener Nelkenwurz
- 1 EL Zimt
- 1 EL getrocknete Hagebutten
- 1 EL Thymian
- 1 EL Zitronenmelisse
- 500 g Honig (oder 500 g Zucker)
- 500 ml Apfelessig (am besten selbstgemacht)
- 500 ml Holunderblütenessig (am besten selbstgemacht)
- 1 großes sauberes Glas und ein Baumwolltuch
- Hochleistungsmixer
Zubereitung:
- alle Zutaten, außer dem Honig, in einen Mixer geben und kräftig durchmixen
- anschließend die Masse in ein großes, ausgekochtes Glas füllen, mit einem Holzlöffel noch einmal gut umrühren und mit einem Baumwolltuch abdecken
- die durchgemixte Essigmischung nun mindestens 2 Wochen lang, abgedeckt, ziehen lassen und dabei täglich gut umrühren
- nach den 2 Wochen alles durch ein Sieb oder Tuch abfiltern und in einem Topf, zusammen mit dem Honig, aufkochen und solange leicht köcheln lassen, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat
- den entstandenen Sirup in eine Flasche füllen und kühl und dunkel lagern
Hinweis:
Beachtet, dass ihr nur Baumnadeln nehmt, die komplett frei von sämtlichen Pestiziden sind und die ihr auch einwandfrei bestimmen könnt!!
Den leckeren Shrub kann man auf verschiedene Weise verwenden:
- z. Bsp. als Erfrischungsgetränk, mit einer kleinen Menge Sirup und Mineralwasser
- zum Verfeinern von Mocktails und alkoholischen Getränken
- mit Sekt gemischt
- als Grundlage für säuerlich-erfrischende Cocktails
- in der Küche als Salatdressing oder zum Verfeinern von Soßen, Gebäck uvm.
Süße wilde Schneeflöckchen
Zutaten für 25 Neujahrspralinen:
- 150 g weiße Kuvertüre oder Schokolade
- 50 g gemahlene Mandeln
- 100 ml Kokosmilch
- 100 g Kokosraspeln
Für die Ummantelung:
- etwas Tannenpulver
- getrocknete Rosenblüten/Kornblumenblüten mit
Kokosraspeln gemischt
- Brennnesselsamen
- und für das Wasserbad (Topf und Schüssel)
Zubereitung:
- im Wasserbad werden die Schokolade, gemeinsam mit der Kokosmilch, langsam zum schmelzen gebracht
- die gemahlenen Mandeln und Kokosraspeln werden nun mit zur geschmolzenen Schokolade gegeben
- alle Zutaten gut miteinander verrühren
- die Schüssel mit der Pralinenmasse aus dem Wasserbad nehmen und für ca. eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen
- die getrockneten und gemahlenen Blumenblüten mit etwas Kokosflocken vermischen und mit dem Tannenpulver und Brennnesselsamen bereitstellen
- aus der gekühlten und festen Pralinenmasse nun mit den Händen kleine Kugeln formen und jeweils im Tannenpulver, in den Brennnesselsamen und Kokos-Blumenblüten wälzen
- fertig sind die kleinen wilden und süßen Schneeflöckchen
Hinweis:
Die Pralinen müssen im Kühlschrank gelagert werden und sind ca. eine Woche haltbar.
Als Geschenkidee kann man die Pralinen auch in kleine Muffin- bzw. Pralinenförmchen setzen und schön verpacken.
Immunstarker Weihnachtsgruß
Zutaten:
- 1 Zweig Tanne/Fichte oder Kiefer
- 1 Handvoll Hagebutten
- 1 Handvoll Schlehenbeeren
- 1 halben Apfel (klein geschnitten)
- 1 Stange Zimt
- 1 Sternanis
- 2 Wurzeln Nelkenwurz (getrocknet), optional 1-2 Gewürznelken
- 3-4 Scheiben Orangen
Zubereitung:
- zuerst die getrockneten Gewürze, wie Sternanis, Zimtstange und Nelkenwurz im Mörser zerstoßen
- den sauberen Tannenzweig klein schneiden und mit den anderen Zutaten in die Teekanne geben
- alles mit ca. 1 l gekochtem Wasser übergießen und etwa 10-15 min ziehen lassen
- wer es etwas süßer mag, kann dann noch etwas Honig dazu geben
Hinweis:
Tannen-, Fichten- oder Kiefernnadeln sind enorm reich an Vitamin C und altbewährte Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems.
Der Tee hilft außerdem bei Atemwegsbeschwerden, Harnwegsbeschwerden und bei Erkältung. Außerdem hat er entspannende Eigenschaften.
Wildes Eichelbrot
Zutaten:
- 1 kg Bio Dinkelvollkornmehl
- 500 g Eichelmehl (aus gerösteten Eicheln gemahlen)
- 300 g Roggenmehl
- 1 EL Kräutersalz
- 2 EL Fenchelsamen
- 2 EL Liebstöckelsamen
- 2 EL Brennnesselsamen
- 2 EL Spitzwegerichsamen
- 1 EL Apfelessig
- 1 Hefewürfel
- 2 mittelgroße Möhren
- 500 ml frische Molke
- 1 l wauwarmes Wasser
- 2 Brotformen
Zubereitung:
- Zuerst werden die Samen und die getrockneten, gerösteten Eicheln im Mörser gut zermahlen. Optional kannst du sie in einen Mixer geben und gut zerkleinern.
- Den Hefewürfel zerbröselt ins lauwarme Wasser geben , verrühren bis er sich aufgelöst hat.
- Nun alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken gut verrühren.
- Nach und nach die frische Molke, den Apfelessig und das lauwarme Hefewasser in den Teig hinzufügen und mindestens 10 min weiter verrühren bis sich der Teig etwas vom Rand gelöst hat.
- Für die Fruchtig- und Saftigkeit gebt ihr nun die geraspelten Möhren in den Teig und knetet den Teig mit den Händen weiter
- Nun deckt ihr den Teig mit einem Tuch ab und lasst ihn für ca. 3 h an einen warmen Ort ruhen.
- Nun richtet ihr euch eine bemehlte Fläche ein , gebt den Teig darauf, knetet ihn mit den Händen ordentlich durch und formt daraus 2 Brote (länglich oder rund). Kreative unter euch können gerne ein Muster obendrauf schnitzen.
- Legt das Brot in die vorbereiteten Brotformen und lasst es nochmals 1h ruhen und aufgehen.
- Nun werden die Brote in den Backofen gegeben und bei 200°C , Ober- Unterhitze für 1h gebacken.
- Zwischendurch immer mal eine Stäbchenprobe machen. Wenn kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleibt, ist das Brot fertig.
Hinweis:
Dieses Brot schmeckt wunderbar nussig.
Es ist wie jedes andere Brot aufzubewahren. Man kann es aber auch portionsweise einfrieren.
Liebstöckelpaste
Für das herrlich, kräftige Gewürz in natürlicher Form benötigst du folgende Zutaten:
- 1 große Handvoll frische, saubere Liebstöckelblätter und die zarten Stiele
- 1 Handvoll Natursalz
- 1 EL Knoblauchrauke-Samen (optional Senfkörner)
- 1 EL bunten Pfeffer
- 1-2 Knoblauchzehen
- 1 Handvoll Knoblauchrauke
- etwas Öl (Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl)
- sauberes, ausgekochtes Glas
Zubereitung:
- Alle Zutaten, bis auf das Öl, in einen Mixer geben und gut zerkleinern. Optional kannst du auch alles mit dem Pürierstab zerkleinern bis sich das Salz gelöst hat.
- Die Paste nun in ein sauberes und steriles Glas füllen, mit etwas Öl übergießen und vorsichtig umrühren. Gegebenenfalls noch etwas Öl dazugeben.
- Wenn die Masse gut mit Öl bedeckt ist, wird sie kühl und dunkel gelagert.
Hinweis:
Aufgrund des hohen Salzanteils ist die Paste ca. 1 Jahr bei kühler Lagerung haltbar.
Die leckere Paste kann man zum Würzen von Saucen, Suppen, Fleischgerichte, Kräuterbutter oder Aufstrichen verwenden.
Da es sehr intensiv ist, benötigst du auch nur sehr kleine Mengen davon.
Holler - Sirup
Zutaten:
- 1 kg frische reife Holunderbeeren
- 1 kg Zucker
- Saft einer Bio-Zitrone
- 2 Töpfe mit Deckel, 1 Sieb, 1 Messbecher, 1 Küchentuch, saubere kleine sterile Flaschen
Zubereitung:
- Die sauberen, abgerebelten Holunderbeeren in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, sodass sie gerade bedeckt sind.
- Langsam zum kochen bringen und ca. 5 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Anschließend 30 min ziehen lassen, bis die Beeren weich geworden sind.
- Nun einen zweiten Topf bereit stellen und ein Sieb mit einem Tuch hineinlegen.
- Die gekochten Beeren nun durch das Sieb abgießen und mit Tuch die Beeren kräftig auspressen.
- Den abgefangenen Saft abmessen und ihm der gleichen Menge Zucker zufügen (1l Saft = 1kg Zucker)
- Die Saft-Zucker-Mischung für 10 Minuten ohne Deckel kochen lassen.
- Zuletzt wird die Zitrone ausgepresst und dem Sirup hinzugefügt.
- Der fertige und heiße Sirup wird nun in saubere, sterile Flaschen gefüllt, verschlossen und am besten kühl und dunkel gelagert.
Hinweis:
Reiner Holunderbeerensaft ist eher säurearm, leicht bitter und herb und daher für viele Menschen eher gewöhnungsbedürftig. Er wird meist als Medizin eingenommen.
Verarbeitet man den Saft jedoch zu Sirup und spritzt diesen mit Wasser auf, so erhält man ein köstliches und höchst gesundes Getränk - trotz des Zuckers!!!
Der abgefangene Holundersaft kann übrigens für verschiedene Köstlichkeiten weiterverarbeitet werden (Gelee, Kuchen, Barbecuesauce uvm.)
Wilder Sommerblütensalat
Zutaten:
- Gemüse und Obst der Saison, am besten aus dem Garten (Eisbergsalat, Gurke, Tomaten, Paprika, Johannisbeeren, Brombeeren...)
- eine Handvoll frische, ungespritzte, saubere, essbare Blüten nach Wahl (Rotkleeblüten, Löwenmaul, Ringelblume, Hornveilchen, Malve, Rose, Gänseblümchen)
- 1 El gehackte frische (Wild) -Kräuter (Brennnessel, Gundermann, Giersch, Dost, Dill, Schnittlauch, Petersilie)
- 4 EL Öl
- 4 EL Essig
- 1/2 TL Honig
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
- Das Öl mit Honig und Essig verrühren und abschmecken. Manche mögen es süß, andere eher sauer.
- Die Kräuter waschen, trocken tupfen, sehr fein hacken und mit ins Dressing geben. Kurz ziehen lassen und erst kurz vor dem Anrichten auf den frischen Salat geben.
- Das Gemüse und Obst gründlich abwaschen und trocken tupfen. Die Blüten etwas breit auslegen, damit evtl. kleine Tierchen noch entweichen können.
- Den Teller mit allen Zutaten nach Belieben anrichten. Die Blüten als essbare Dekoration über das Obst und Gemüse toupieren.
- Anschließend das Dressing dem Salat beigeben.
- Guten Appetit ;)
Hinweis:
Das Kräuterdressing ist lediglich eine Anregung. Wer noch keine geschmacklichen Erfahrungen mit Wildkräutern gemacht hat, kann auch erst mit einem Wildkraut beginnen. Der Gundermann ist sehr herb und geschmacklich dominant und ein wunderbares Würzkraut. Ihn sollte man dosiert verwenden.
Rosenblütensalz
Zutaten:
- ca. 20 frische, ungespritzte, saubere, trockene Rosenblütenblätter
- ca. 60g grobes Salz (ich bevorzuge Alpensalz)
- 1 Mörser
- 1 Backblech
- 1 Gewürzstreuer oder Glas
- 1 sauberes Tuch
Zubereitung:
- Die gesammelten Rosenblütenblätter auf ein sauberes Tuch auslegen / ausbreiten, damit eventuell noch Krabbeltiere entweichen können.
- Die Rosenblütenblätter etwas klein schneiden und in den Mörser geben.
- Das Salz dazugeben und mit dem Stößel kräftig zermahlen bis eine geschmeidige Paste entsteht.
- Das zermahlene Rosensalz auf ein Backblech ausbreiten und im Backofen bei Restwärme von max. 40 Grad für etwa eine Stunde trocknen lassen. Möglich ist auch das Blech an einen warmen Ort für 2-3 Tage zu stellen, bis das Salz getrocknet ist.
- Anschließend noch einmal mit den Fingern zermahlen und ein einen Gewürzstreuer abfüllen.
Hinweis:
Viele Rosen, ob im eigenen Garte oder wild wachsend, drücken eine enorme Dankbarkeit und Bewunderung aus. Ob mit ihrem süßen und betörenden Düften, mit ihrer Blumenpracht oder zusätzlich mit ihren Heilwirkungen wie beruhigend, wundheilend, entspannend, uvm.
Blütensalz ist eine gesunde Ergänzung zu normalen Salzen und bringt zusätzlich Farbe und Geschmack auf den Teller.
Anwendung:
Blütensalz ist eine geschmackliche Mischung aus salzig und blumig und verfeinert Suppen, Salate, Dressing, Gemüse- und Kartoffelgerichte, Fisch, Fleisch und die mediterrane Küche. " Gewürzt schmeckt das Leben doch einfach besser :-) "
Holunderblütensirup
Zutaten:
- 30 Holunderblüten
- 2l Wasser
- 1,5kg Zucker
- 2 Bio Zitronen
- 1 Bio Orange
- 50g Zitronensäure
- 2 große Töpfe
- Baumwolltuch
- Sieb
- sterilisierte / ausgekochte leere Flaschen
Zubereitung:
- Die Rispen ganz vorsichtig ausschütteln, um Insekten zu entfernen. Holunderblüten nicht waschen, da in den Pollen das Aroma steckt.
- Dicke Stängel von den Rispen entfernen, diese machen sonst den Sirup bitter.
- Orange und Zitronen waschen, in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Blüten in einen Topf geben.
- Wasser, Zucker und Zitronensäure in einem zweiten Topf aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Das Zuckerwasser etwas abkühlen lassen und anschließend über die Blüten (mit Zitronen- und Orangenscheiben) gießen.
- Vorsichtig umrühren, abkühlen und zugedeckt für drei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
- Dann alles durch ein mit Baumwolltuch ausgelegtes Sieb in einen Topf gießen und den Inhalt des Baumwolltuches noch einmal kräftig ausdrücken.
- Die abgefilterte Flüssigkeit erneut aufkochen und in abgekochte Flaschen abfüllen, verschließen und kopfüber abkühlen lassen.
Hinweis:
Die voll ausgereiften und an sonnigen Tagen gesammelten Holunderblüten möglichst zeitnah verarbeiten. Kühl und dunkel gelagert hält der abgefüllte Holundersirup ein Jahr. Geöffnete Flaschen im Kühlschrank lagern und alsbald aufbrauchen.
Anwendung:
Mit Wasser verdünnt ist der Sirup ein leckerer, erfrischender Durstlöscher. Unverdünnt passt der Sirup zu Desserts oder zum Mixen von beispielsweise Cocktails und anderen Mischgetränken.
Wiesen-After-Eight
Zutaten:
- 200g Kochschokolade
- frische Pfefferminzblätter
Zubereitung:
- Kochschokolade im Wasserbad schmelzen lassen.
- Die Pfefferminzblätter auf Backpapier legen.
- Die Oberseite der Blätter dick mit Schokolade bestreichen und fest werden lassen.
- Fertig ist der köstlich-erfrischende Minzsnack.
Löwenzahnplätzchen
Zutaten:
- 250g Butter
- 2 Eigelb
- 100g Löwenzahnblütenzucker
- 1/2 TL Salz
- 300-350g Dinkelmehl (630er)
- 1 große Tasse Löwenzahnblüten
- weitere Blüten zum Verzieren, z. B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Ehrenpreis, Gundermann, ..)
Zubereitung:
- Butter und Löwenzahnblütenzucker schaumig schlagen und mit den anderen Zutaten verkneten.
- Die Löwenzahnblüten abzupfen, klein hacken / schneiden und in den Teig mit einarbeiten.
- Wenn der Teig schön geschmeidig ist, für 2-3 Stunden in den Kühlschrank legen.
- Backofen bei Ober-/Unterhitze 180 Grad vorheizen.
- Den Teig ausrollen (nicht zu dünn) und Plätzchen ausstechen.
- Anschließend die Plätzchen mit Milch bestreichen (damit die Blüten besser halten) und Blüten zur Verzierung draufsetzen oder mit dem Nudelholz festrollen.
- Im Backofen ca. 10-12 Minuten goldgelb backen.
Bärlauchöl
Zutaten:
- 250ml geruchsneutrales Öl (am besten Sonnenblumenöl)
- 1 Handvoll Bärlauchblätter
- Mixer oder Pürierstab
- Filter
- saubere, sterile Flaschen
Zubereitung:
- Die sauberen Bärlauchblätter grob kleinschneiden.
- Zusammen mit dem Öl ca. 3 Minuten im Mixer stark mixen. Dabei wird sich das Öl leicht erhitzen.
- Anschließend durch einen Filter geben und warten, bis alles langsam durchgetropft ist. Das kann einige Minuten dauern.
- Das fertige Bärlauchöl in sterile Flaschen füllen und kühl sowie dunkel lagern.
Hinweis:
Der Bärlauch wird auf keinen Fall ausgepresst, da sonst die noch enthaltende Feuchtigkeit der Pflanzenzellen mit ins Öl gelangt. Damit wäre eine längere Haltbarkeit des Öls nicht mehr gegeben. Den Bärlauchrest aus dem Filter kannst du als Paste mit etwas Salz noch verwenden. Im Kühlschrank, mit Öl bedeckt, ist die Paste mehrere Wochen haltbar.
Anwendung:
Für Suppen, Dip, Salat, Dressing, Bruschetta, Saucen, uvm.
Scharbockskrautbutter
Zutaten:
- 200g weiche Butter
- 1-2 Handvoll frisches Scharbockskraut
- 1 fein geschnittene kleine rote Schalotte
- 1 fein geriebene Möhre
- 3-4 EL Tomatenmark
- Salz und Pfeffer zum Würzen
Zubereitung:
- Scharbockskraut klein schneiden.
- Mit den anderen Zutaten unter die weiche Butter rühren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Hinweis:
Die fertige Butter ist für einige Tage im Kühlschrank haltbar.
Wirkung:
Scharbockskraut hilft bei Vitamin-C-Mangelerkrankungen und wird stets roh und frisch verzehrt. Weitere Informationen unter der Rubrik „Pflanzenwissen“.
Nadelpulver
Zutaten:
- 1 Handvoll getrocknete Baumnadeln (z. B. Fichte, Tanne, Kiefer)
Zubereitung:
- Die getrockneten Baumnadeln in einen Mixer oder eine elektronische Kaffeemühle geben und zu feinem Pulver verarbeiten.
- Das Pulver anschließend durch ein Sieb streichen, sodass grobe Rückstände entfernt werden.
- Das fertige Pulver in ein Gläschen abfüllen, lichtgeschützt und luftdicht lagern.
Hinweis:
Bereite immer nur kleine Mengen an Pulver zu, damit du stets die ganze Pflanzenkraft nutzen und aufnehmen kannst. Die Wirkstoffe verflüchtigen sich beim Pulver sehr schnell. Das Pulver hat einen leichten Eigengeschmack, probiere also einfach mal aus, wie viel für dich im Essen passt.
Wirkung:
Baumnadeln wirken sehr immununterstützend, schleimlösend, vitalisierend, kräftigend, beruhigend, entgiftend, blutreinigend, lindern Husten, stärken Leber, Galle und Knochen.
Anwendung:
Das Pulver kann diversen Speisen zugefügt werden, z. B. Tee, Saucen, Teigen, Aufstrichen oder zur Inhalation.